Mit den Eltern gemeinsam im Krankenhaus - Zehn neue Begleitpersonenbetten an der LFKK
Ein halbes Jahr wurde im vierten Stock der Landes- Frauen- und Kinderklinik (LFKK) Linz intensiv umgebaut. Jetzt wurde die Kinderstation „Interne 4“ mit sechs zusätzlichen Zimmern mit insgesamt zehn Betten in Betrieb genommen. Die neuen Ein- und auch Zweibettzimmer sind hell und freundlich eingerichtet und geben Müttern oder Vätern die Möglichkeit, im Spital nah bei ihrem kranken Kind zu sein.
Für viele Kinder ist der Aufenthalt in einem Krankenhaus beängstigend. „Wenn jedoch eine Vertrauensperson rund um die Uhr bei dem Kind sein kann, hat das einen positiven Effekt auf die psychische Situation der Kinder. Das Gefühl des Alleineseins kommt gar nicht erst auf“, sagt Klara Dienstl, Pflegedirektorin der LFKK. An der Landes- Frauen- und Kinderklinik wird rund die Hälfte aller Kinder, die stationär aufgenommen werden, von einem/einer Angehörigen begleitet. Bei kleinen PatientInnen bis zu einem Alter von einem Jahr ist der Aufenthalt der Begleitperson kostenlos. „Bei älteren Kindern ist für die Begleitperson ein Unkostenbeitrag von 5,10 Euro pro Tag zu entrichten“, sagt die Pflegedirektorin.
Der minimale Kostenbeitrag bezieht sich auf die Übernachtung und die Verpflegung in Vollpension. Es besteht die Möglichkeit aus drei verschiedenen Menüs zu wählen, das Essen wird in Warmhalteboxen auf die Station geliefert. Die Begleitpersonen können dann im Zimmer der PatientInnen oder im Aufenthaltsraum der Station essen. „Serviceleistungen für Begleitpersonen, wie zum Beispiel die Betten zu machen oder das Essen zu servieren, sind jedoch nicht möglich“, sagt Klara Dienstl.
Die Tendenz, die Kinder in das Krankenhaus zu begleiten, ist weiter steigend. „Viele Eltern lassen ihre Kinder nur ungern alleine im Krankenhaus. Wie viele Begleitpersonen wir aufnehmen können, ist jedoch davon abhängig, wie viele Patientinnen und Patienten gerade stationär behandelt werden. Uns ist es wichtig den Eltern zu vermitteln, dass ihr Kind bei uns in guten Händen ist und sie sich keine Sorgen machen müssen, auch wenn sie ihr Kind nicht begleiten.“, sagt die Pflegedirektorin. Alternativ können Eltern kranker Kinder auch in der auf dem Klinikareal gelegenen Begleitpersonenunterkunft mit 14 Betten – zwei Zweibettzimmer und zehn Einbettzimmer – unterkommen. Die Kosten bleiben gleich. „Unter Tags können die Eltern dann bei ihren Kindern sein und verbringen die Nacht in deren Nähe. So können sie bei Bedarf schnell auf die Station zu ihrem Kind kommen“, erklärt Pflegedirektorin Klara Dienstl.
Ein Jahr dauerte die Planungsphase für die neue Kinderstation im vierten Stock der LFKK bis im Herbst 2009 mit den Arbeiten begonnen werden konnte. Nach einem raschen und reibungslosen Umbau ist nun eine moderne Kinderstation auf einer Fläche von rund 550 Quadratmetern entstanden. Insgesamt wurden 1,2 Millionen Euro in das Projekt investiert.